Ein echter Klassiker steht bevor: Am Samstag trifft Werder Bremen im Nordderby auf den Hamburger SV. Das Duell ist nicht nur für die Fans von großer Bedeutung, auch in der Tabelle wird es für die Bremer zunehmend drängend. Aktuell rangiert Werder auf Platz 15 und hat sich von einer soliden Position zwischenzeitlich in den Abstiegskampf katapultiert. Vor dem letzten Aufeinandertreffen im Dezember 2022 waren die Bremer noch Neunter, doch der Rückstand auf den HSV hat sich nun in einen Rückstand von drei Punkten umgewandelt, da Werder in der letzten Zeit stark zu kämpfen hat. HSV.de berichtet, dass die Werderaner eine Sieglos-Serie von 13 Partien zwischen dem 11. und 23. Spieltag erlebt haben.
Eine personelle Umstellung hat zwar stattgefunden, aber das bringt nicht immer die gewünschte Wendung. Daniel Thioune, der frühere Coach des HSV, übernahm das Ruder bei Werder und will seine Mannschaft zu neuem Erfolg führen. Unter seiner Führung hat Werder in neun Spielen drei Siege und sechs Niederlagen eingefahren, wodurch sich der Punkteschnitt auf magere einen Punkt pro Partie reduziert hat. Thioune, der die Spieler in der Vorbereitungsphase vor dem Derby deutlich anheizt, weiß um die Brisanz dieser Begegnung. Auch wenn die ersten Schritte bereits gegangen sind, lässt die Form des Teams dennoch zu wünschen übrig – die letzte Pleite gegen den 1. FC Köln endete unglücklich mit 1:3 und hat den Druck weiter erhöht, wie NDR anmerkt.
Verletzungen und Sperren
Die Liste der Ausfälle ist lang. Kapitän Marco Friedl wird für das entscheidende Duell aufgrund einer Roten Karte aus dem Spiel gegen Köln fehlen. Thioune sprach von der Herausforderung, die Mannschaft neu zu motivieren, und bereits jetzt gibt es Spieler, die nicht einsatzbereit sein könnten. So hat Jens Stage ein Fragezeichen hinter seinem möglichen Einsatz, da er mit einer Verletzung zu kämpfen hat. Stürmer Victor Boniface wird ebenfalls nicht auflaufen können, was die Situation für die Bremer noch schwieriger macht.
Für alle, die sich fragen, wie es mit Werder weitergeht – die kommenden Spiele müssen für einen Aufschwung sorgen, vor allem gegen den HSV, der die Bremer im Hinrundenspiel bereits zum Verhängnis wurde und mit 3:2 gewinnen konnte. Mit dem Abstiegskampf im Nacken und der gelebten Rivalität könnte dieses Derby zum Wendepunkt für das Team werden. Thioune fordert nun von allen Spielern, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, auch die auf der Bank, um den Fans und sich selbst den Glauben an den Klassenerhalt zurückzugeben.
Ja, der Druck wächst, aber der Wille ist ebenfalls da. Werder hat nun die Chance, das drohende Unheil abzuwenden und mit einem starken Auftritt gegen den HSV den Schwung des Derbys für sich zu nutzen. Die Angst vor der Relegation darf nicht lähmen, sondern muss als Ansporn wirken. Wie sich Werder schlagen wird, bleibt abzuwarten, doch eines ist sicher: Das Nordderby wird für Aufregung sorgen und das Fußballherz höher schlagen lassen.