Wenn man an Bremen denkt, kommt einem unweigerlich die reiche Biertradition in den Sinn. Diese Stadt an der Weser hat nicht nur ein wunderschönes Ambiente zu bieten, sondern auch eine lange Geschichte im Brauen von Bier. Von den Anfängen bis heute hat sich das Bierbrauen hier immer weiterentwickelt, und viele Marken sind aus der Hansestadt hervorgegangen. Ein besonders größeres Augenmerk liegt auf der Biermarke Beck’s, die 1873 gegründet wurde und heute zu den bekanntesten deutschen Exportbieren zählt. Wie t-online.de berichtet, gehört Beck’s mittlerweile zum Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev, wird jedoch nach wie vor in Bremen gebraut.
Ein Rückblick in die Geschichte zeigt, dass die Kaiserbrauerei Beck & May o.H.G. am 27. Juni 1873 durch die Gründer Franz Gustav Thomas May, Lüder Rutenberg und Heinrich Beck gegründet wurde. Kurz darauf, im Jahr 1874, begann der Verkauf von Bier in den charakteristischen grünen Flaschen an Bremer Gaststätten. Es gelingt dem Unternehmen rasch, sich international einen Namen zu machen. So erhielt es 1876 eine Goldmedaille für „das beste aller kontinentalen Biere“ auf der Weltausstellung in Philadelphia, was den Export ab 1886 nach Fernost erheblich steigerte, wie die Wikipedia vermerkt.
Biermarken aus Bremen
Bremen ist jedoch nicht nur die Heimat von Beck’s. Auch die Marke Haake-Beck hat ihren Ursprung in der Stadt. 1921 fusionierten die Brauereien Haake und Beck, und seither wird Haake-Beck traditionell in Bremen gebraut. Besonders in Norddeutschland erfreut sich dieses Bier einer stetigen Beliebtheit und hat sich als regionales Traditionsbier etabliert.
Genauso bemerkenswert ist die Geschichte der St. Pauli-Brauerei, die 1857 in Bremen gegründet wurde. Die Brauerei exportierte vor allem Lagerbier in die USA und wurde 1918 von der Kaiserbrauerei Beck & Co. übernommen. Hierbei sind einige Marken, wie „St. Pauli Girl“, auch international berühmt geworden.
Die Schüttinger Brauerei, die 1985 gegründet wurde, zählt zu den ersten Gasthausbrauereien in Norddeutschland und produziert handwerklich gebraute Biere in kleinen Mengen. Dort kann man neben Pils auch Dunkel- und saisonale Biere genießen. Zudem gibt es das Schnoor-Bräu, das im historischen Schnoorviertel entstand und ursprünglich als Hausbier ausgegeben wurde. Einzigartig ist das Dunkelbier, welches als Spezialabfüllung hergestellt wird und nicht in jedem Supermarkt zu finden ist.
Was hat die Zukunft zu bieten?
Die Brauereien in Bremen haben es immer wieder geschafft, sich den wechselnden Zeiten anzupassen. Beck’s beispielsweise hat seit 2002 die belgische Brauerei Interbrew, jetzt Anheuser-Busch InBev, als Muttergesellschaft. Trotz aller Herausforderungen, wie etwa einer großen Strafzahlung wegen Preisabsprachen, die 2014 vom Bundeskartellamt verhängt wurde, bleibt die Marke stark und innovativ. Die Region um die Weser bleibt sehr gefragt, wenn es um nachhaltige und traditionelle Bierproduktion geht.
Zusammengefasst zeigt sich, dass Bremen eine lange Liste an geschätzten Biermarken vorzuweisen hat. Diese Vielfalt an Bieren, die hier gebraut werden und über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, macht die Stadt zu einem echten Mekka für Bierliebhaber. Das Biertrinken in Bremen ist nicht nur ein Hochgenuss, sondern auch ein Stück Geschichte, die in jedem Schluck weiterlebt.