Heute ist der 19.04.2026, und in Bremen gibt es eine bewegende Geschichte, die uns alle berührt. Keylen Backhus, ein 17-jähriger Junge, hat mit nur sechs Jahren seine erste Krebsdiagnose erhalten. Leukämie war der Startschuss für einen langen und beschwerlichen Weg, der ihn aktuell ins Kinderhospiz Löwenherz in Syke geführt hat. Dort lebt Keylen, wo er mit einer erschreckenden Realität konfrontiert ist: Die Ärzte haben ihm mitgeteilt, dass er austherapiert ist und sterben wird. Trotz dieser traurigen Nachricht nutzt Keylen seine Zeit im Hospiz, um Aufklärung über seine Erkrankung zu leisten.

Keylen hat Krebszellen in seiner Knochenstruktur sowie Tumore an der Wirbelsäule und im Gehirn. Doch anstatt sich von der Angst und Verzweiflung leiten zu lassen, hat er seine Einstellung geändert. Er konzentriert sich auf das Leben und versucht, negative Gedanken zu verdrängen. Keylen veröffentlicht fast täglich Videos auf Plattformen wie Instagram und TikTok, um jüngere Menschen zu erreichen und über seine Erfahrungen zu sprechen. In seinen Videos möchte er zeigen, dass das Leben im Hospiz nicht mit einem Krankenhausaufenthalt gleichzusetzen ist. Anfangs hatte er große Angst vor dem Hospiz, hat jedoch festgestellt, dass es nicht so schlimm ist, wie er dachte. Er hat sein Zimmer wie ein normales Jugendzimmer gestaltet und erhält regelmäßig Besuch. Besonders wichtig ist ihm, dass seine Mutter ein Zimmer im Hospiz hat, um immer in seiner Nähe zu sein.

Aufklärung durch persönliche Geschichten

Keylens Videos erhalten positive Rückmeldungen und Zuspruch von vielen Zuschauern. Die Mitarbeitenden des Kinderhospizes unterstützen seine Aufklärungsarbeit und schätzen die Perspektive, die er bietet. Er sieht das Hospiz als seine Endstation, doch das hält ihn nicht davon ab, seine Stimme zu erheben und anderen zu helfen. Seine Bemühungen sind Teil einer größeren Bewegung, die sich für die Aufklärung über Krebs im Kindesalter einsetzt.

In diesem Zusammenhang startet das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) eine Videoreihe mit dem Titel „Krebs bei Kindern klargemacht“, moderiert von Dr. Johannes Wimmer. Diese Reihe umfasst insgesamt 100 Videos, die Fragen zu Krebs bei jungen Patienten beantworten und sich an betroffene Kinder, Jugendliche sowie deren Familien richten. Die Themen reichen von den Grundlagen der Krankheit über Behandlungsmethoden bis hin zu pflegerischen Tipps und psychosozialen Aspekten. Einige Videos sind sogar speziell für Grundschulkinder konzipiert, um die Erkrankung altersgerecht zu erklären.

Ein Lichtblick in dunklen Zeiten

Dr. Wimmer, der selbst 2020 seine Tochter an Krebs verlor, betont die Wichtigkeit, komplexe medizinische Sachverhalte in einer verständlichen Sprache zu erklären. Die erste Veröffentlichungsrunde der Videoreihe umfasst 24 Videos, die auf den YouTube-Kanälen des KiTZ und der Deutschen Kinderkrebsstiftung zu finden sind. Die Videos sollen nicht nur informieren, sondern auch Mut machen und Unterstützung bieten.

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Sowohl Keylens persönliche Geschichten als auch die Initiative des KiTZ zeigen, dass Aufklärung und Unterstützung in Zeiten der Not von großer Bedeutung sind. Sie helfen, das Bewusstsein für die Herausforderungen, mit denen krebskranke Kinder und deren Familien konfrontiert sind, zu schärfen und bieten Hoffnung, wo sie am dringendsten benötigt wird.