Im Blumenthaler Stadtteil tut sich was im Bereich der Jugendbeteiligung. Seit der Gründung des neuen Jugendforums ist frischer Wind in die hiesige Jugendpolitik zurückgekehrt. Glorijana Selimovic und Hilda Asuman Gyamfi, die beiden Sprecherinnen des Forums, haben ehrgeizige Ziele: Sie wollen die Stimme der Jugendlichen in Lüssum laut und deutlich hörbar machen. Die erste offizielle Sitzung fand bereits Mitte Februar statt, und die Begeisterung unter den jungen Menschen scheint groß zu sein.

Das Jugendforum wurde am 8. Dezember 2025 durch den Blumenthaler Beirat ins Leben gerufen und verbindet Jugendliche, die sich aktiv in ihren Stadtteil einbringen möchten. Jeder Donnerstag trifft sich die Runde, um Ideen zu entwickeln und Projekte zu planen. „Wir möchten so viele Jugendliche wie möglich erreichen und deren Interessen sammeln“, erklärt Glorijana Selimovic, die selbst nach einer beruflichen Perspektive sucht. Ihre Mitstreiterin Hilda Gyamfi, erst 15 Jahre alt, ist in Ghana geboren und lebt seit sechs Jahren in Bremen.

Ziele und Projekte

Auf der Agenda stehen einige interessante Projekte wie der Bremer Aufräumtag, ein Kids-Day und ein Tischtennisturnier. Besonders der Teilnahme am Blumenthaler Kids-Day liegt den beiden Sprecherinnen am Herzen. Dort wollen sie eine Bühne für Talente schaffen und Jugendlichen eine Plattform bieten, ihr Können zu präsentieren. „Wir haben vor, unsere eigenen Konzepte bei Stadtteilprojekten vorzulegen und Pläne, die nicht jugendtauglich sind, abzulehnen“, betont Glorijana. Es gehe um die Förderung der Jugendbeteiligung und damit verknüpfte Anliegen.

Das Forum möchte auch seine eigenen Ideen und Konzepte bei politischen Sitzungen einbringen. Nachwuchspolitiker sollen ernst genommen werden, und die Teilnehmerzahlen bei den Foren schwankten zwischen drei und zehn Jugendlichen, was Raum für intensivere Diskussionen gibt. Die Sitzungen dauern 90 Minuten – eine Zeitspanne, die öfter und länger ist als bei anderen Jugendbeteiligungen.

Die Bedeutung der Jugendbeteiligung

Doch warum ist das alles so wichtig? Der Nationale Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung, der vom Bundesjugendministerium ins Leben gerufen wurde, sieht eine klare und wirksame Beteiligung junger Menschen vor. Zu den Zielen gehören eine gleichwertige Behandlung in Beteiligungsprozessen und die Schaffung barrierefreier Zugänge zu Angeboten. Solche Initiativen finden auch in Blumenthal Anklang und sind nicht nur paper-pushing, sondern echte Schritte in Richtung aktiver Mitgestaltung.

Das Jugendforum strebt daher nicht nur eigene Projekte an, sondern auch eine enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Quartiersmanager Ömer Kaya. „Die Jugendlichen bemängeln, dass es wenig Angebote für ältere Altersgruppen gibt. Mangelnde Beteiligung führt dazu, dass solche Angebote nicht geschaffen werden“, erklärt Glorijana. Hier setzt das Forum aktiv an und plant, das Sprachrohr für die Jugend im Stadtteil zu sein.

Für interessierte Jugendliche gibt es die Möglichkeit, beim Jugendforum mitzumachen. Fragen oder Projektanträge können direkt über das Ortsamt eingereicht werden. Eine Kommunikation und Einbindung, die zeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Generationen gerade in einem so aktiven Stadtteil wie Blumenthal ist. Damit ist das Jugendforum auf dem richtigen Weg, der Jugend in Bremen endlich Gehör zu verschaffen.

Für weitere Informationen stehen die Kontaktdaten für das Jugendforum unter team@jugendforum-blumenthal.de zur Verfügung und die Webseite des Ortsamtes bietet zusätzliche Einblicke: ortsamt-blumenthal.bremen.de.