Ein neuer Wind weht durch die Bildungslandschaft in Lesum! In den letzten Tagen wurden die Pläne für die Oberschule und Grundschule präsentiert, die nicht nur für die Schüler, sondern auch für die gesamte Gemeinde eine bedeutende Rolle spielen. Die Oberschule Lesum wird frühestens im Jahr 2031 ein neues, modernes Gebäude erhalten, während die Schüler bis dahin im altgedienten und maroden Altbau lernen müssen. Udo Stoessel, Schulplaner von der Bildungsbehörde, gab diesen Termin bekannt, der den Eltern und Lehrern Sorgenfalten auf die Stirn zaubert.
Die ständig steigenden Schülerzahlen, die laut Prognosen der Kultusministerkonferenz bis 2035 um 758.000 steigen könnten, machen einen schnellen Handlungsbedarf unumgänglich. Deutschland kämpft insgesamt mit seiner Schulinfrastruktur, die einem Sanierungsbedarf von rund 55 Milliarden Euro gegenübersteht. Da liegen die Herausforderungen vor uns, und nicht nur in Lesum, wo auch die Finanzierung des Projekts teils aus einem Sondervermögen des Bundes sichergestellt wird. Am 18. März 2025 haben die Regierung und die Länder einen positiven Schritt mit der Bereitstellung von 500 Milliarden Euro unternommen, wovon mehr als 100 Milliarden in die Schulinfrastruktur fließen sollen, so presseportal.de.
Schulsanierungen und neue Mobilbauten
Bevor es mit dem Neubau der Oberschule wirklich losgeht, stehen Reparaturen und Sanierungsarbeiten am Standort Steinkamp und Heisterbusch auf dem Plan. Die Infrastruktur beider Standorte wurde jüngst inspiziert, und die Mängel sind vielfältig: Die Schultoiletten am Heisterbusch benötigen dringend Sanierung, und die Beschilderung der Flucht- und Rettungswege wird erneuert. Am Steinkamp zieht sich das Problem der Feuchtigkeit unter dem Dach, und die Fensterfronten zum Innenhof sind in einem äußerst beklagenswerten Zustand. Weser-Kurier berichtet detailliert über die Herausforderungen, mit denen Schüler und Lehrer momentan konfrontiert sind.
Währenddessen dürfen die Schüler der Grundschule Burglesum ab Sommer 2025 in Mobilbauten am Heisterbusch unterrichten, die pünktlich zum Schulbeginn nach den Sommerferien bereitstehen sollen. Im ersten Jahr starten drei Klassen, und für die kommenden Jahrgänge sind schon weitere Mobilbauten eingeplant. Ein Bauantrag für den zweiten Bauabschnitt wurde bereits eingereicht, und die Genehmigung wird im April erwartet. Schließlich gibt es noch Gespräche über ein Grundstück für einen Neubau der Grundschule in Kooperation mit der Paul-Goldschmidt-Schule, um eine langfristige Lösung zu finden.
Die Herausforderung der Baumaßnahmen
Inmitten dieser Sanierungs- und Neubaupläne stehen die Städte und Kommunen, die oft mit leeren Haushaltskassen kämpfen. Wie die aktuelle Situation zeigt, ist es wichtig, alternative Finanzierungsmodelle zu finden, etwa durch Public-Private-Partnerships. Diese notwendigen Investitionen in die Schulinfrastruktur können jedoch nur gelingen, wenn die politische Unterstützung und ausreichend Budgets vorhanden sind, so die Experten von Drees & Sommer, die Städte und Kommunen beratend zur Seite stehen.
Ein Sanierungsfahrplan mit klaren Prioritäten wird dringend benötigt, um den Sanierungsstau zu durchbrechen. Der Planungswert von nur zwei Quadratmetern pro Schüler ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, und die Herausforderungen bei der Barrierefreiheit und den baulichen Mängeln tragen nicht zur Verbesserung der Situation bei.
Bis die neuen Gebäude Realität werden, bleiben die maroden Altbauten, in denen die Schüler zurzeit lernen, ein dringendes Anliegen für alle Beteiligten. Die Zeit drängt, und es bleibt zu hoffen, dass die angekündigten Maßnahmen zügig umzusetzen sind, damit die Schüler von Lesum bald wieder unter zeitgemäßen Bedingungen lernen können.



