Heute ist der 20.07.2025
Datum: 20.07.2025 – Source 1 (https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteil-burglesum/lesumer-ortskern-verliert-letzte-fleischerei-rudolph-beendet-betrieb-doc81j4420xeianek781ay):
– Innerhalb von anderthalb Jahren haben zwei Fleischereibetriebe im Ortskern von Lesum geschlossen.
– Zuerst schloss die Fleischerei Prott am Marktplatz, gefolgt von der Filiale des Unternehmens Rudolph an der Hindenburgstraße.
– Im Ortszentrum von Lesum gibt es nun keine Fleischereibetriebe mehr.
– Axel Rudolph, Geschäftsführer des Unternehmens, nennt Personalmangel und neue Ernährungsgewohnheiten als Hauptgründe für die Schließung.
– Die Hoffnung, fehlendes Personal über die Arbeitsagentur zu finden, wurde aufgegeben.
– Zeitweise fehlten bis zu zwölf Mitarbeiter in den fünf Läden in Aumund, Vegesack und Lesum.
– Konkurrenz durch Discounter und neue Essgewohnheiten belasten traditionelle Fleischereibetriebe.
– Der Rückgang des Fleischkonsums und der Trend zu vegetarischen und veganen Alternativen werden als Gründe für den Rückgang der Metzger- und Fleischereibetriebe in Deutschland genannt.
– Der Deutsche Fleischer-Verband berichtet von einem ständigen Rückgang der Auszubildenden im Fleischerhandwerk.
– Herbert Dohrmann, Obermeister der Bremer Fleischerinnung, sieht auch andere mittelständische Geschäfte vom Fachkräftemangel betroffen.
– Er empfiehlt, auch im Ausland nach Fachkräften zu suchen; im letzten Jahr begannen elf Inder eine Ausbildung in Bremer Fleischereien und Bäckereien.
– Die Zahl der Fleischereibetriebe in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren fast halbiert, von rund 20.000 auf über 10.000.
– In Bremen gibt es noch 28 Fleischerfachgeschäfte und 23 Filialen.
– Trotz der Schließungen will die Firma Rudolph nicht aufgeben; die Filiale an der Dobbheide 67 bleibt geöffnet.
– Die Filiale in der Vegesacker Gerhard-Rohlfs-Straße bleibt von der Schließungswelle verschont.
– Herbert Dohrmann verweist auf Geschäfte in der Umgebung, die mit dem Auto in wenigen Minuten erreichbar sind.
Source 2 (https://www.deutschlandfunk.de/fleischereien-metzgereien-krise-100.html):
– Viele Metzgereien und Fleischereien in Deutschland stehen vor dem Aus, während einige mit neuen Ansätzen und kreativen Lösungen weiterarbeiten.
– Laut dem Jahrbuch 2024 des Deutschen Fleischer-Verbands gibt es noch über 10.000 Meisterbetriebe, was eine fast halbe Reduktion seit 2002 darstellt.
– In Bayern gibt es relativ viele Fleischereien: 30 pro 100.000 Menschen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es nur 15 pro 100.000 Einwohner.
– Gründe für den Rückgang der Betriebe sind veränderte Essgewohnheiten, vegetarische und vegane Alternativen sowie das knappe Budget der Kunden.
– Die Qualität des Fleisches wird oft zugunsten von günstigeren Supermarktangeboten vernachlässigt.
– Nachwuchsproblematik: 2023 machten rund 2.300 junge Menschen eine Ausbildung zum Fleischer, was einen Rückgang von knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
– Zur Jahrtausendwende waren es noch über 9.500 Azubis im Fleischerhandwerk.
– Fachkräftemangel betrifft auch andere Handwerksberufe; 250.000 Fachkräfte fehlen im Handwerk insgesamt.
– Im Handwerk sind 113.000 von 226.000 offenen Stellen unbesetzt.
– Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, fordert mehr gesellschaftliche Anerkennung und staatliche Förderung für Handwerksberufe.
– Durchschnittlicher Fleischkonsum in Deutschland: 51,6 kg pro Jahr (2018: über 60 kg).
– Kritischer Blick auf Fleischkonsum: Gesundheitliche Bedenken und Umweltfolgen der industriellen Fleischproduktion werden zunehmend thematisiert.
– Patrick Müller vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fordert eine Reduktion des Fleischkonsums um die Hälfte.
– Verbraucher legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und artgerechte Tierhaltung.
– Einige Fleischereien öffnen nur an bestimmten Tagen, um Kosten zu senken.
– Fleisch-Automaten und Lieferdienste werden als Alternativen in Betracht gezogen.
– Reinhard von Stoutz vom Deutschen Fleischer-Verband sieht keinen Grund zur Sorge über das Aussterben der Fleischereien; er glaubt an eine Stabilisierung der Branche.
– Vorschlag: Fleischereien sollten den direkten Kontakt zu Kunden suchen und Transparenz über Herkunft und Verarbeitung des Fleisches bieten.
Source 3 (https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Landmetzger-sterben-aus-Industriefleisch-auf-dem-Vormarsch,landschlachter100.html):
– Zahl der traditionellen Metzgereien in Deutschland schrumpft seit Jahrzehnten.
– 2003 existierten noch knapp 20.000 Metzgereien, heute sind es etwa 10.000.
– Besonders betroffen sind kleine Landschlachtereien, die aus dem Dorfbild verschwinden.
– In Städten schließen immer mehr inhabergeführte Fleischereien.
– Hauptgrund für das Schließen der Landmetzger ist die Konkurrenz durch Supermärkte und Discounter.
– Supermärkte bieten abgepacktes Frischfleisch zu niedrigeren Preisen an.
– Supermärkte profitieren von großen Stückzahlen und setzen Lieferanten unter Preisdruck.
– Zunehmender Verzicht auf Fleisch und verändertes Kaufverhalten der Kunden.
– Gestiegene Energie- und Produktionskosten belasten selbständige Betriebe.
– Industrielle Fleischproduktion fokussiert sich auf Effizienz und niedrige Kosten.
– Große Schlachtbetriebe nutzen Massentierhaltung und Massenschlachtung.
– Nachwuchsmangel im Metzgerberuf, der als wenig attraktiv gilt.
– Viele Betriebe finden keine Nachfolger, auch wirtschaftlich erfolgreiche müssen schließen.
– Ausbildung zum Fleischer ist anspruchsvoll, viele junge Auszubildende streben keine Zusatzlizenz zum Schlachten an.
– Große Industrie-Schlachthöfe bilden kaum aus, was zu einem Mangel an Nachwuchs im Handwerk führt.
– Trotz nur eines Viertels der Verbraucher, die ihr Fleisch beim Metzger kaufen, besteht der Wunsch nach Erhalt der Metzgereien.
– Verbraucher schätzen Vertrauen, Qualität, regionale Herkunft und handwerkliche Verarbeitung.
– Geplantes staatliches Siegel zur besseren Orientierung beim Fleischkauf wurde verschoben.
– Untersuchung der FH Bremerhaven zeigt, dass in vielen Wurstwaren nicht gekennzeichnetes Separatorenfleisch enthalten ist.
https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteil-burglesum/lesumer-ortskern-verliert-letzte-fleischerei-rudolph-beendet-betrieb-doc81j4420xeianek781ay
https://www.deutschlandfunk.de/fleischereien-metzgereien-krise-100.html
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Landmetzger-sterben-aus-Industriefleisch-auf-dem-Vormarsch,landschlachter100.html