Ab dem 7. April 2026 wird die Steubenstraße in Bremen-Hemelingen vollständig gesperrt – und das für eine lange Zeit. Grund dafür sind die umfangreichen Bauarbeiten zur Erweiterung der Straßenbahnlinie 2, die in den kommenden Jahren ein ehrgeiziges Projekt durchführt. Diese Großbaustelle soll bis Ende 2028 andauern, wie die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mitteilt. Der Umbau umfasst nicht nur die Errichtung zweier Trogbauwerke unter Eisenbahnbrücken, sondern auch den Austausch der Gleise und die Anpassung der Verkehrsführung. Damit soll eine durchgängige Verbindung geschaffen werden, die für die Bremer Bürger zahlreiche Vorteile mit sich bringt.
Wollen Sie wissen, was auf die Autofahrer zukommt? Je nach Bauphase wird es verschiedene Umleitungen geben, wobei Abbiegemöglichkeiten bis November 2023 bestehen bleiben. Wer in der Umgebung der Lötzener Straße, Neidenburger Straße und Insterburger Straße unterwegs ist, muss bis Juni 2027 einen Umweg über die Stresemannstraße und Steubenstraße in Kauf nehmen. Für Busreisende gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Die Linien 25 und N5 werden umgeleitet, und eine neue Linie 25X wird zwischen Weidedamm-Süd und Osterholz eingerichtet.
Ein neues Gleisdreieck für Bremen
Das Herzstück des Projekts ist die Umgestaltung der Straßenführung. Die Fahrbahn wird abgesenkt, um die Durchfahrtshöhe zu optimieren. Zu Beginn der Arbeiten wird ein neues Gleisdreieck zwischen der Steubenstraße, Konrad-Adenauer-Allee und Julius-Brecht-Allee in Betrieb genommen. Zunächst entsteht das nördliche Trogbauwerk, gefolgt vom südlichen Bauwerk.
Ein besonderes Highlight ist die geplante Erhöhung der Taktung der Straßenbahnlinie 2. Nach ihrer Fertigstellung wird die Strecke rund 20 Kilometer lang sein und 44 Haltestellen umfassen, was die Mobilität in Bremen erheblich verbessert. Gemäß der Planung können Fahrgäste künftig ohne Umstieg von Gröpelingen bis zur Neuen Vahr Süd fahren und in Hauptverkehrszeiten sogar bis nach Tenever. Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal hebt hervor, dass diese neue Verkehrsverbindung eine spürbare Entlastung im Alltag der Bürger bringen wird.
Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung
Das Projekt mit dem Namen „Linie 2 verbindet“ ist nicht nur ein Schritt in Richtung besserer Verkehrsverbindungen, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen. Die Stadt Bremen plant, durch diese Maßnahmen 2,1 Millionen Pkw-Kilometer jährlich einzusparen, was etwa 900 Tonnen CO2 entspricht. Dies spiegelt sich auch im Verkehrsentwicklungsplan 2025 wider, der positive Impulse für die Umwelt setzen soll.
Ein offener Dialog mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden ist ebenfalls Teil des Projektes. In den vergangenen Monaten wurden Informationsveranstaltungen durchgeführt, um die Bürger über den Fortschritt und die Auswirkungen der Bauarbeiten zu informieren. Die ersten Bauarbeiten haben bereits am 27. Mai 2025 begonnen, mit einem geordneten Vorgehen in verschiedenen Bauabschnitten, wobei der erste Abschnitt bereits im Vergabeverfahren ist. Die Bremer Hansewasser GmbH hat in der Region zudem bereits notwendige Kanalbaumaßnahmen abgeschlossen, sodass hier keine Verzögerungen mehr zu erwarten sind.
Für all jene, die auf die Verkehrsanbindungen angewiesen sind, wird sich in den kommenden Jahren viel ändern. Aber keine Sorge: Die Baustellenzeit wird sich lohnen, wenn die neue und verbesserte Straßenbahnlinie 2 bis 2028 ihre volle Kapazität entfalten kann, wie Weser-Kurier berichtet. Das Ziel ist ein besser vernetztes Bremen, das die Mobilität seiner Bürger nachhaltig verbessert.