Das Wetter in Niedersachsen zeigt sich am Sonntag und zum Wochenstart von seiner unbeständigen Seite. Ein Tiefdruckgebiet bringt kühlere Luft und Regen mit sich, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet. Am Samstag können sich die Ostniedersachsen über heiteres Wetter freuen, während der Westen sich bedeckt zeigt und ab dem Nachmittag gebietsweise mit Regen rechnen muss. Die Temperaturen erreichen dabei an der See etwa 15 Grad und im Raum Wolfsburg sogar bis zu 22 Grad.
Doch ab Sonntag wird es frisch: Die maximalen Temperaturen sinken auf 10 Grad an der Küste und auf 12 bis 14 Grad im Binnenland. Wer nach draußen möchte, sollte sich besser mit einem Regenschirm oder einer Regenjacke ausstatten. Bis zum Vormittag sind zeitweilige Regenfälle vor allem südlich des Mittellandkanals zu erwarten, bevor am Nachmittag und Abend kräftige Schauer im Osten und Südosten aufziehen. Vereinzelt können sogar Gewitter auftreten.
Wetterprognose für den Wochenstart
Der Wochenstart bringt wenig Lichtblicke: Nur im Südwesten könnte es anfangs etwas sonnig sein, doch auch hier zieht bald Regen auf. Die Höchsttemperaturen pendeln sich zwischen 9 und 12 Grad ein. In der Nacht zum Dienstag können die Temperaturen im Nord- und Nordosten sogar unter den Gefrierpunkt fallen, leichtes Frostgefahr bis minus 3 Grad in Bodennähe ist durchaus möglich.
Der Dienstag startet dann zwischen Emsland und Harz mit örtlichen Tropfen, doch im Nordteil wird es später heiter und sonnig. Die Höchstwerte klettern auf etwa 11 Grad auf den Inseln und bis zu 15 Grad im Emsland und Wendland. Nachts gibt es dann einen sternklaren Himmel, wobei wieder leichter Frost in Bodennähe möglich ist.
Ein Blick auf den Klimawandel
Diese kühleren Temperaturen stehen im Kontrast zu den langfristigen Trends, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland für das Jahr 2024 veröffentlicht hat. Der Klimawandel hat gravierende Folgen für Deutschland. Tobias Fuchs, ein DWD-Vorstandsmitglied, weist darauf hin, dass die einst als extrem geltenden Jahre vor 1990 heute als normal angesehen werden. Die Ausschläge bei Temperaturen und Niederschlägen nehmen zu, was sich in häufigeren Hitzewellen äußert, die insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen in Großstädten betreffen.
Zusätzlich leiden Pollenallergiker unter einer kürzeren winterlichen Ruhephase, und die Landwirtschaft hat mit mehr Sturzfluten, Hochwasser und Dürren zu kämpfen. Der Verkehr ist ebenfalls gefährdet, da Erdrutsche die Verkehrswege beeinträchtigen können. Küstenregionen sind durch den steigenden Meeresspiegel bedroht, und Fuchs betont die Dringlichkeit schnellen Handels im Klimaschutz. Jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung ist entscheidend.
Die DWD-Daten zeigen, dass 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 war, mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,9 Grad Celsius – ein Wert, der um 0,3 Grad über dem Rekordwert von 2023 liegt. Vor 2014 lagen alle Jahresmittelwerte unter 10 Grad Celsius. Die Wetterlage in Niedersachsen ist somit nicht nur ein kurzfristiges Phänomen, sondern fügt sich in einen größeren Kontext von klimatischen Veränderungen ein.