In der Bremer Neustadt liegt ein ernstes Problem auf der Straße, genauer gesagt: illegaler Müll, der sich an Hotspots wie Kirchweg, Langemarckstraße, Huckelriede und Hohentor häuft. Die Anwohner sind besorgt und berichten von Sperrmüll und Unrat, der achtlos abgelagert wird. Satellitenaufnahmen haben bereits die Müllhaufen am Kirchweg sichtbar gemacht, und auch Rückmeldungen aus Huckelriede und Hohentor bestätigen die angespannte Situation. Doch die Bremer Stadtreinigung (DBS) hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, um dem Problem Herr zu werden.
Die DBS ist schnell zur Stelle, wenn Müll gemeldet wird: Innerhalb weniger Werktage wird der Unrat beseitigt, sofern er in der Zuständigkeit der Stadtreinigung liegt. Besonders stark frequentierte Standorte werden sogar mehrmals pro Woche kontrolliert, um die Situation im Griff zu behalten. Doch das allein reicht nicht. Die DBS ermutigt die Anwohner, illegale Ablagerungen zu dokumentieren und zu melden. Hinweise können über eine App, die Website oder telefonisch an die zuständigen Stellen weitergegeben werden.
Gemeinsam für eine saubere Neustadt
Um die Neustadt noch sauberer zu gestalten, startet am 17. April 2026 das Mitmach-Projekt „Neustadt sauber“. Die Idee: Anwohner können sich zusammenschließen, um aktiv gegen die Müllproblematik vorzugehen. Die Teilnehmer erhalten Sammelmaterial, darunter Müllsäcke und Greifzangen, und können gleichzeitig Preise für volle Eimer gewinnen. Die Alte Post an der Meyerstraße fungiert als Ausgabestelle für die benötigten Materialien, die von Montag bis Freitag zwischen 10 und 15 Uhr oder nach Vereinbarung erhältlich sind.
Projektpartner wie die Initiative Clean Up Your City, Goodis, die SPD Neustadt und die Bremer Stadtreinigung unterstützen dieses Vorhaben. Auch lokale Geschäftsleute und Initiativen stellen Preise für die fleißigen Müllsammler bereit. So wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.
Wie geht es weiter?
Die Problematik mit illegalen Müllablagerungen wird in Bremen ernst genommen. Der Kontrolldienst überwacht Sperrmüll und vermüllte Grundstücke, während die DBS bei der Untersuchung von Ablagerungen auf Verursacherhinweise achtet. Hinweise auf Paketaufkleber oder Adressen können zur Ermittlung der Verursacher führen. In Fällen, wo keine Informationen gefunden werden, werden sogar Stichproben als Beweismittel entnommen. Diese werden dann an einem „Seziertisch“ untersucht, um entsprechende Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeit zu erstatten.
Das Absperrband mit der Aufschrift „Wir ermitteln!“ soll zudem eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Verursacher haben. Bremen bittet die Bürger um Mithilfe, um die Stadt sauber zu halten. Illegale Müllablagerungen, seien es blaue Säcke, Altölkanister oder Bauabfälle, können innerhalb einer Woche entfernt werden, sobald sie gemeldet sind. Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Anwohnern und den verschiedenen Initiativen ist entscheidend, um Bremen zu einer sauberen Stadt zu machen.