Am 3. März 2026 wird klar, dass der Bremer Sport im Aufwind ist. Eva Högl, seit Anfang Dezember 2023 Bremer Senatorin für Inneres und Sport, bringt frischen Wind in die sportlichen Belange der Stadt. Die promovierte Juristin und ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestages zeigt nicht nur Leidenschaft für Schwimmen, sondern auch ein großes Engagement für die Sanierung von Sportanlagen in Bremen. Högl selbst ist Werder Bremen-Fan und genießt das Schwimmen in den lokalen Hallenbädern neben ihrer Vorliebe für Stepptanz.

Aktuell plant der Bremer Senat Investitionen von über 50 Millionen Euro in die sportliche Infrastruktur. „Der Sanierungsbedarf bei unseren Sportstätten ist immens. Das haben wir auch während unserer letzten Sportstättenbegehungen festgestellt“, erklärt Högl. Besonders im Fokus stehen die Bäder, deren Situation angespannt bleibt – so wird das Hansewasserbad voraussichtlich geschlossen. „Wir müssen die Bäder für Kinder und Familien aufrechterhalten“, betont die Senatorin, die regelmäßig in Bremer Hallen schwimmt.

Bundesfördermittel für Bremen

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, bewirbt sich Bremen um Fördermittel aus dem neuen Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Mit einem Beschluss des Senats am 16. Dezember 2025 wurde der Weg für Investitionen in zehn zentrale Sportprojekte geebnet. Dazu äußerte Högl: „Die Erneuerung maroder Sporteinrichtungen ist eine der größten Herausforderungen.“ Die mit dem Programm verbundenen finanziellen Mittel sollen helfen, sowohl energetische Sanierungen als auch die Modernisierung von Sportanlagen voranzutreiben.

Im Rahmen dieses Programms stehen bundesweit bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung, die zur Umwandlung alter Sportanlagen in moderne, barrierefreie Orte genutzt werden sollen. Für Bremen sind bereits Eigenmittel im Haushalt gesichert, was die Realisierung der geplanten Projekte, darunter der Neubau von Sporthallen in Huchting und Blumenthal sowie die energetische Sanierung von Hallenbädern, umso wahrscheinlicher macht.

Breitensport als Schlüssel

Die Senatorin hat sich das Ziel gesetzt, den Breitensport zu fördern und sieht diesen als eng verbunden mit dem Leistungssport. „Die Infrastruktur muss verbessert werden. Der Fokus liegt darauf, bestehende Projekte weiterzuführen und neue Leuchtturmprojekte ins Leben zu rufen“, sagt Högl. Dies umfasst auch Maßnahmen wie den Bau von neuen Kunstrasenplätzen in Horn und Walle sowie eine klimaneutrale Modernisierung für Vereine wie den Blumenthaler SV und ATS Buntentor.

„Wir müssen die Nutzung bestehender Wasserflächen optimieren“, führt die Senatorin aus und verweist auf die hohe Anzahl von 373 Sportvereinen mit insgesamt 160.000 Mitgliedschaften in Bremen. Um den Vereinen zu helfen, soll es zudem ein Förderprogramm für kleinereSanierungen in den Sportvereinen geben.

Die nächste Stufe der Umsetzung ist die Einreichung der Projektskizzen, die bis zum 15. Januar 2026 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht werden müssen. Högl zeigt sich optimistisch, dass die Baumaßnahmen bereits in diesem Jahr starten können, sofern der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Fördermittel bewilligt.

Die Entwicklungen in der Bremer Sportinfrastruktur bleiben also spannend und das Engagement von Senatorin Högl zeigt: Die Stadt macht ernst, wenn es darum geht, die sportliche Landschaft besser zu gestalten und zu erhalten.