In Nordrhein-Westfalen sieht es zurzeit etwas mager aus mit dem Windkraftstrom. Im ersten Quartal 2024 sank der Anteil des aus Windkraft eingespeisten Stroms auf nur noch 12,7 Prozent, wie die Tixio berichtet. Dies entspricht einem Rückgang um 5,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem Windkraft noch mit 18,3 Prozent zu Buche schlug.
Insgesamt wurden zwischen Januar und März 2024 lediglich 5.428 Gigawattstunden aus erneuerbaren Energien ins Netz eingespeist. Windkraft machte dabei beachtliche 57,7 Prozent der erneuerbaren Einspeisung aus. Dennoch ist die Gesamteinspeisung mit 24.679 Gigawattstunden der zweitniedrigste Wert seit 2018. Das lässt für die Windkraftnutzung in NRW nicht viel Spielraum für Optimismus.
Vergangenheit und Gegenwart
<pEin Blick zurück ins Jahr 2023 zeigt, dass die Windkraft damals mit 13,8 Prozent an der Gesamteinspeisung beteiligt war. Das entspricht rund 13.051 GWh, was im Vergleich zu 2022 einen Anstieg um 5 Prozentpunkte darstellt. Bei den erneuerbaren Energien war der Windkraftanteil sogar noch größer: Satte 56,2 Prozent kamen aus Windkraft, was 23.223 GWh ausmachte. Allerdings war die Gesamteinspeisung mit 94.826 GWh im Jahr 2023 der niedrigste Wert seit 2018, darüber informiert die IT.NRW.
Ein gewisser Lichtblick sind die Zuwächse bei den Windkraftanlagen in NRW: Von 3.283 im Jahr 2018 ist die Zahl bis 2023 auf 3.426 gestiegen. Die meisten Windkraftanlagen sind im Münsterland, Südwestfalen und in der Eifel zu finden, was die ungleiche räumliche Verteilung der Windkraftnutzung verdeutlicht.
Futuristische Perspektiven
Die Bevölkerung wird dank interaktiver Kartenanwendungen von IT.NRW ins Boot geholt, um die Entwicklung des Windkraftausbaus seit 1988 nachzuvollziehen. Eine weitere Anwendung zeigt, wie viele Windkraftanlagen auf 1.000 Personen in den verschiedenen Gemeinden des Landes verteilt sind. Informationen zu den Windkraftanlagen bietet zudem der Energieatlas NRW. Diese Tools können einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Akzeptanz erneuerbarer Energien in der Bevölkerung leisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Windkraft in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Monaten ordentlich an Schwung verloren. Doch die Bemühungen um den Ausbau erneuerbarer Energien gehen weiter. Auf die richtige Windrichtung kommt es an!