Der Nahverkehr in Niedersachsen steht vor spannenden Veränderungen: Ab Sommer 2026 übernehmen die DB Regio und Metronom das Hansenetz, welches die wichtigen Verbindungen zwischen Hannover, Hamburg und Göttingen realisiert. Wie HNA berichtet, werden die neuen Doppelstock-Züge von DB Regio auf der Strecke Hannover-Uelzen-Göttingen fahren. Die Verträge für diesen Betrieb sind bis Dezember 2033 angesetzt und versprechen mehr Stabilität und Zuverlässigkeit im Regionalverkehr.

Metronom wird weiterhin die bestehenden Linien RE 3, RE 4, RB 31 und RB 41 im Nordbereich betreuen. Bei dieser Aufteilung auf zwei Betreiber erhofft sich die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) eine Verbesserung der Verlässlichkeit. Laut NDR, der die Ankündigung der LNVG aufgreift, sind größere Änderungen am Fahrplan nicht geplant, was vielen Pendlern sicher entgegenkommt.

Hintergründe zur Aufteilung

Die Entscheidung zur Aufteilung des Hansenetzes wurde auch durch die wirtschaftlichen Probleme von Metronom beeinflusst, welche das Unternehmen dazu brachten, sich um eine Neuausschreibung des Verkehrs zu bemühen. Diese Schwierigkeiten führten unter anderem dazu, dass Metronom den Fahrplan mehrfach einschränken musste, was viele Fahrgäste frustrierte. Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, wird Metronom künftig Fachkräfte ausbilden müssen, um den Betrieb in der Zukunft sicherzustellen. Diese Maßnahmen wurden laut HNA bereits beschlossen.

Die neue Verkehrsaufteilung umfasst insgesamt eine beeindruckende Zugkilometerzahl: Der Nordteil des Netzes wird rund 6,5 Millionen Zugkilometer pro Jahr abdecken, während der Südteil mit weiteren 2,2 Millionen Zugkilometern dazu kommt. Somit bleibt man bei insgesamt 8,7 Millionen Zugkilometern jährlich – eine beachtliche Leistung, die es zu bewältigen gilt.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Weichen für eine stabilere Zukunft im Regionalverkehr scheinen gestellt. Die LNVG ist optimistisch, dass durch eine bessere Aufteilung auf die beiden Betreiber eine höhere Zuverlässigkeit im Verkehrssystem erzielt werden kann. Dies ist besonders wichtig für die Pendler, die auf eine pünktliche Ankunft angewiesen sind. Die Behörde plant zudem, die Streckenvergabe im Frühjahr 2025 offiziell abzuschließen.

In der Diskussion um die Strategie im Nahverkehr wird auch die fortschreitende Modernisierung der Züge nicht außer Acht gelassen. Die Instandhaltung der Fahrzeuge erfolgt weiterhin in der Werkstatt in Uelzen, wo Alstom für die entsprechenden Aufgaben zuständig ist. Diese Faktoren sind entscheidend, um auf lange Sicht die Effizienz und Qualität im regionalen Schienenverkehr zu gewährleisten.

Die interessante Struktur im deutschen Schienenverkehr zeigt sich auch in der Vielzahl der Betreiber. Neben DB Regio und Metronom gibt es viele andere Unternehmen, die Teil des regionalen Verkehrs sind, wie die Wikipedia erklärt. Hierzu zählen etwa die Cantus Verkehrsgesellschaft und verschiedene Tochtergesellschaften der DB. Diese Diversität im Angebot könnte langfristig für einen lebendigeren und besser vernetzten Nahverkehr sorgen.