Heute ist der 20.04.2026. In Bremen zeigt sich die aktuelle Situation der Atemwegserkrankungen durchaus vielfältig. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es eine deutliche Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Arten von Erkrankungen, die die Atemwege betreffen. Neben akuten Atemwegserkrankungen sind grippeähnliche Erkrankungen, Influenza sowie RSV (Respiratorisches Synzytialvirus) von Bedeutung. Die Zahlen verdeutlichen, dass die Lage sowohl lokal als auch regional im Norden Deutschlands angespannt ist.

Betrachtet man die neuesten Corona-Daten in Bremen, so ist die 7-Tage-Inzidenz erfreulicherweise relativ niedrig und liegt bei 0,1 pro 100.000 Einwohner. In der vergangenen Woche wurde lediglich ein neuer Corona-Fall verzeichnet, was in Anbetracht der hohen Fallzahlen seit Beginn der Pandemie, die insgesamt 309.598 laborbestätigte Fälle umfasst, ein positives Zeichen ist. Auffällig ist, dass die höchste Inzidenz in der Altersgruppe der 35-59-Jährigen mit 0,4 zu finden ist.

Grippe- und RSV-Situation

Die Grippe hat in Bremen jedoch spürbar an Fahrt aufgenommen. In der Kalenderwoche 52 wurden 43 neue Influenza-Fälle registriert, was einer Inzidenz von 6,21 entspricht. Dies steht im Kontrast zu den bundesweiten Zahlen, die zeigen, dass Bremen und Bremerhaven besonders stark betroffen sind von steigenden Influenza-Zahlen. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard empfiehlt daher besonders den Risikogruppen, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen.

Zusätzlich meldet Bremen in dieser Woche drei neue RSV-Fälle, was einen Anstieg um drei Fälle im Vergleich zur Vorwoche bedeutet. Die RSV-Inzidenz liegt bei 0,44 pro 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu war der Höchststand der RSV-Fälle in der Kalenderwoche 5/2025 mit 4,09 pro 100.000 Einwohner, als 28 neue Fälle vermeldet wurden. Zu dieser Zeit war die Situation bedenklicher, doch die Einrichtungen sind derzeit nicht überlastet.

Atemwegserkrankungen im Überblick

<pIn der Region Norddeutschland sind die akuten Atemwegserkrankungen ebenfalls angestiegen. In Kalenderwoche 15/2026 wurden 5.200 Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet, was einen leichten Anstieg im Vergleich zur Vorwoche darstellt. Diese Entwicklungen sind besonders besorgniserregend, da die bundesweite Inzidenz für akute Atemwegserkrankungen bei 5.700 pro 100.000 Einwohner liegt. Im Vergleich dazu sind grippeähnliche Erkrankungen mit einer Inzidenz von 1.000 pro 100.000 Einwohner in Bremen eher stabil geblieben.

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Die Altersstruktur der Corona-Fälle zeigt, dass insbesondere ältere Bürger in der Altersgruppe 80+ mit einer Inzidenz von 2,1 betroffen sind. Auch die jüngeren Jahrgänge sind nicht verschont geblieben, jedoch bleibt die Inzidenz in den Gruppen 0-4 Jahre und 5-14 Jahre bei 0. Dies deutet darauf hin, dass die Vulnerabilität in der älteren Bevölkerung besonders ausgeprägt ist.

Die Situation in Bremen bleibt angespannt, doch die Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklungen mit einem wachsamen Auge, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die aktuellen Trends sich stabilisieren oder ob weitere Maßnahmen notwendig werden.