Farbattacke auf Bundeswehr in Bremen: Kein Krieg an Fassade gesprüht!
In Bremen wurden am 10. Juni 2025 das Karrierezentrum der Bundeswehr mit Farbe besprüht und brennende Reifen abgelegt. Täter flüchteten.

Farbattacke auf Bundeswehr in Bremen: Kein Krieg an Fassade gesprüht!
In einem besorgniserregenden Vorfall in Bremen haben Unbekannte das Karrierezentrum der Bundeswehr in der Neustadt mit Farbe besprüht und brennende Reifen auf zwei angrenzenden Straßen abgelegt. Die Tat ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, wie buten un binnen berichtet. Augenzeugen berichteten von vermummten Personen, die in der Nähe am Neustadtsbahnhof aktiv waren.
Bei der Attacke wurden nicht nur die Fassaden mit Farbe beschmiert, auf denen die Worte „Kein Krieg“ zu lesen waren, sondern auch mehrere Fensterscheiben des Gebäudes beschädigt. Die Polizei reagierte schnell und sperrte den Bereich für Löscharbeiten und die Reinigung. Es bleibt unklar, wie viele Täter an dem unverhohlenen Protest beteiligt waren, doch nach der Tat flüchteten sie in unbekannte Richtungen, während der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen hat.
Brandanschläge auf die Bundeswehr nehmen zu
Die Attacke in Bremen ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits in Berlin kam es zu einem Brandanschlag auf mehrere Bundeswehrfahrzeuge. Wie Bild berichtet, zündeten unbekannte Täter in der Nacht zum 7. März sieben Fahrzeuge in einer MAN Werkstatt an. Eine Gruppe, die sich „Agenda2029“ nennt, bekannte sich später zu dieser Tat. Evident ist, dass solche Vorfälle nicht nur die Bundeswehr selbst, sondern auch die Gesellschaft tief spalten.
Das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD) hat in den letzten Jahren einen Anstieg an Verdachtsfällen im Bereich des Rechtsextremismus festgestellt. Dies ist insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung von großer Bedeutung. Im Jahr 2023 wurden 1049 Fälle bearbeitet, wobei 776 davon auf rechtsextremistische Tendenzen hindeuten. Die öffentliche Aufmerksamkeit für Extremismus innerhalb der Bundeswehr wächst, und die Notwendigkeit für transparente Gespräche zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft wird immer dringlicher.
Extremismus in der Bundeswehr – ein gesamtgesellschaftliches Problem
Seit der Gründung der Bundeswehr vor fast 70 Jahren gab es immer wieder rechtsextremistische Vorfälle, angesichts derer Zweifel an der politischen Zuverlässigkeit der Truppe aufkommen. Für die Bundeswehr, die den Schutz der Demokratie als ihre zentrale Aufgabe sieht, ist dies eine ernstzunehmende Herausforderung, wie die Bundeszentrale für politische Bildung betont. Die überwiegende Mehrheit der Soldaten bekennt sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung, dennoch sind extreme Tendenzen nicht zu ignorieren.
Die Vorfälle in Bremen und Berlin zeigen, dass wir uns bisweilen mit mehr als nur körperlicher Gewalt auseinandersetzen müssen. Der Dialog über Werte und Identität innerhalb der Bundeswehr ist von essenzieller Bedeutung. Präventive Maßnahmen müssen verstärkt werden, um Extremismus wirkungsvoll entgegenzutreten und die Demokratie zu schützen.