Hitzewelle 2025: 12 Millionen Deutsche leidern unter extremer Hitze!

Der Hitze-Check 2025 bewertet die Hitzebelastung in Bremen und anderen deutschen Städten, zeigt Lösungen zur Verbesserung auf.

Der Hitze-Check 2025 bewertet die Hitzebelastung in Bremen und anderen deutschen Städten, zeigt Lösungen zur Verbesserung auf.
Der Hitze-Check 2025 bewertet die Hitzebelastung in Bremen und anderen deutschen Städten, zeigt Lösungen zur Verbesserung auf.

Hitzewelle 2025: 12 Millionen Deutsche leidern unter extremer Hitze!

Die Hitzebelastung in deutschen Städten bleibt ein drängendes Thema. Laut der aktuellen Analyse der Deutschen Umwelthilfe wird über 12 Millionen Menschen in Deutschland eine extreme Hitzebelastung attestiert. Ingesamt wurden 190 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend: 31 Städte erhielten eine Rote Karte, 131 eine Gelbe Karte, während 28 Städte mit einer Grünen Karte ausgezeichnet wurden. Besonders betroffene Städte sind Mannheim, Ludwigshafen und Worms, wo bis zu 91 Prozent der Bevölkerung in stark belasteten Gebieten leben. Das zeigt der aktuelle Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe.

Auch in der norddeutschen Region schneiden die Städte vergleichsweise gut ab. Bremen und Bremerhaven liegen im Mittelfeld der Bewertung. Hier spielen Faktoren wie Flächenversiegelung, Bevölkerungsdichte und der Anteil der Grünflächen eine entscheidende Rolle. Die Untersuchungen zeigten, dass Städte im Nordwesten, wie Oldenburg und Wilhelmshaven, zu den 28 Städten mit der geringsten Hitzebelastung gehören. Diese positive Bewertung ist auf die niedrigere durchschnittliche Oberflächentemperatur zurückzuführen, die in Norddeutschland herrscht – im Gegensatz zu den höheren Temperaturen im Südwesten Deutschlands, wo die Versiegelung von Flächen und der Mangel an Grünflächen deutlich spürbarer sind.

Die Notwendigkeit von mehr Grünflächen

Die Deutsche Umwelthilfe fordert vehement, dass Städte verbindliche Mindestgrünanteile auf Grundstücken, Gebäuden und im öffentlichen Raum einführen. Die Erhöhung von Grünflächen könnte nicht nur die Lebensqualität steigern, sondern auch den Hitzeschutz erheblich verbessern. Hierbei kommt es vor allem auf die Entsiegelung sowie die Begrünung von Fassaden und Straßen an. „Wir müssen unsere Städte in grüne Oasen verwandeln“, sagte die Bundesgeschäftsführerin der DUH, was als unerlässliche Infrastruktur zur Verbesserung des städtischen Klimas angesehen wird, berichtet Deutschlandfunk.

Besonders in belasteten Städten zeigt sich das Problem eindrücklich: Marktplätze ohne Bäume und asphaltierte Schulhöfe präsentieren ein Bild, das nicht nur unattraktiv, sondern auch hitzeanfällig ist. Bei hohen Temperaturen können Bäume die Lufttemperatur im Umkreis von bis zu 40 Metern um bis zu 10 Grad Celsius senken. Offene Wasserflächen können ebenfalls zur gewünschten Abkühlung beitragen.

Ein gemeinsames Anliegen

Die Empfehlungen aus den Analysen gelten für alle Städte, nicht nur für die besonders belasteten. Die Bürger:innen sind eingeladen, ihre jeweiligen Kommunen dazu aufzufordern, mehr Hitzeschutzmaßnahmen zu ergreifen. Rund 3.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen extremer Hitze, was die Dringlichkeit solcher Maßnahmen unterstreicht. Laut der Analyse wurden Indikatoren wie die Versiegelung, das Grünflächenvolumen sowie die Oberflächentemperatur und Bevölkerungsdichte zum Erstellen des Hitzebetroffenheitsindex herangezogen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Hitze-Check 2025 eine wichtige Grundlage für die zukünftige Stadtentwicklung darstellt. Es liegt an uns, diesen Entwicklungen in Bremen und Bremerhaven Rechnung zu tragen und aktiv an einer Verbesserung der Lebensbedingungen in unseren Städten mitzuwirken. Denn nur durch gemeinsames Handeln kann eine nachhaltige Wende herbeigeführt werden.