Kampf gegen den Drogenmissbrauch: Bremens Hilfsangebote in Gefahr!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die Bremische Landesstelle für Suchtfragen warnt vor dem Ende der Drogenhilfe und fordert Sicherung der Finanzierung zur Rettung von Menschenleben.

Die Bremische Landesstelle für Suchtfragen warnt vor dem Ende der Drogenhilfe und fordert Sicherung der Finanzierung zur Rettung von Menschenleben.
Die Bremische Landesstelle für Suchtfragen warnt vor dem Ende der Drogenhilfe und fordert Sicherung der Finanzierung zur Rettung von Menschenleben.

Kampf gegen den Drogenmissbrauch: Bremens Hilfsangebote in Gefahr!

Die Bremische Landesstelle für Suchtfragen hat bereits eindringlich vor den drastischen sozialen Folgen des Hartdrogenkonsums gewarnt. In einer aktuellen Ermahnung wird deutlich, dass nicht nur die Gesundheit der Konsumenten auf dem Spiel steht, sondern auch die Lebensqualität vieler anderer Menschen gefährdet ist. Wie Kreiszeitung berichtet, hat der wachsende Crackkonsum, ein Anstieg der Beschaffungskriminalität und die Zunahme von Prostitution alarmierende Ausmaße angenommen.

Vor zwei Jahren wurde in Bremen eine ressortübergreifende Drogenhilfestrategie beschlossen, die innovative Hilfsangebote schaffen soll. Doch genau diese Strategie steht jetzt auf der Kippe. Die Finanzierung der Drogenhilfe könnte bald auslaufen, was die Möglichkeit, neue Hilfsangebote auszubauen, erheblich gefährdet. Beatrix Meier, die Vorsitzende der Landesstelle, betont eindringlich die Notwendigkeit, die Versorgung von benachteiligten Gruppen zu sichern, während die Klientenzahlen in Bremen stetig steigen. Immer mehr Menschen aus dem Umland suchen Hilfe, und viele haben komplexe Bedürfnisse.

Finanzierungsbedarf und Dringlichkeit

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat die brisante Situation erkannt und kündigt an, einen Sachstandsbericht über den Fortgang der Drogenhilfestrategie vorzulegen. Dies sei notwendig, um klarzustellen, dass die Finanzierung ein zentrales Thema in den laufenden Haushaltsberatungen ist und Gelder im Finanzressort verortet wurden. Die bisherigen Angebote hätten sich bewährt, wie zahlreiche Erfahrungsberichte zeigen, und hätten nicht nur den Menschen in prekären Lebenslagen geholfen, sondern auch die Rettungsdienste sowie die Krankenhäuser entlastet.

In der aktuellen Diskussion ist zudem die Forderung nach einer langfristigen und verlässlichen Finanzierung unüberhörbar. Die Landesstelle apeliert an die Entscheidungsträger, nicht nur die bestehenden Angebote zu sichern, sondern auch die Drogenstrategie weiterzuentwickeln. In Anbetracht der sich verändernden Rahmenbedingungen auf dem Drogenmarkt sind neue Konzepte zwingend erforderlich, um der Entwicklung entgegenzuwirken und um Menschenleben zu retten. Das Ziel ist klar: eine Fortführung der Drogenhilfestrategie muss als überlebenswichtig angesehen werden, nicht nur um soziale Spaltungen zu vermeiden, sondern auch um eine zukünftige Verelendung zu verhindern.

Soziale Isolation und deren Folgen

Drogenkonsum hat nicht nur unmittelbare gesundheitliche Konsequenzen, sondern bedroht auch das soziale Gefüge der Betroffenen. Wie Techniker Krankenkasse beschreibt, treten wichtige Lebensbereiche in den Hintergrund, was zu einem sozialen Rückzug führt. Anzeichen einer solchen Isolation sind zum Beispiel die Vernachlässigung der Arbeit, die Aufgabe von Hobbys sowie die Abkehr von Familie und Freunden.

Letztlich können die Folgen katastrophal sein: Jobverlust, Trennungen oder gar die vollständige soziale Isolation drohen. Deshalb ist eine Hilfe von außen unbedingt erforderlich, um den Betroffenen den Weg in ein suchtfreies Leben zu ermöglichen. Auch in dieser Hinsicht ist eine stabile und zielführende Drogenhilfestrategie in Bremen von entscheidender Bedeutung.

Die Stadt Bremen steht also vor einer entscheidenden Weichenstellung für die Zukunft ihrer Drogenhilfe, und der Druck, den richtigen Schritt zu setzen, wächst mit jedem Tag.

Quellen: