Blutspenden dringend gesucht: Wer rettet Leben im heißen Sommer?

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Blutspenden sind dringend erforderlich, besonders vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni. Helfen Sie, Leben zu retten!

Blutspenden sind dringend erforderlich, besonders vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni. Helfen Sie, Leben zu retten!
Blutspenden sind dringend erforderlich, besonders vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni. Helfen Sie, Leben zu retten!

Blutspenden dringend gesucht: Wer rettet Leben im heißen Sommer?

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) meldet, dass die Blutkonserven in Sachsen-Anhalt und Thüringen derzeit gut aufgestellt sind. Markus Baulke vom Blutspendedienst NSTOB weist jedoch darauf hin, dass gerade in den warmen Monaten die Spendenbereitschaft oft abnimmt. Anlässlich des bevorstehenden Weltblutspendetags am 14. Juni rufen die DRK-Blutspendedienste zur hohen Spendebereitschaft auf und würdigen den unermüdlichen Einsatz der Blutspender.

Ein Blick auf die Zahlen: Täglich werden im NSTOB-Gebiet etwa 3.000 Blutspenden benötigt, davon etwa 500 in Sachsen-Anhalt und 350 in Thüringen. Insgesamt liegt der tägliche Bedarf in Deutschland bei rund 15.000 Blutspenden, während die DRK-Blutspendedienste etwa 75 Prozent der Blutversorgung sichern, so ZDF heute.

Spenden im Sommer: Ein Aufruf zur Aktion

Über die Sommermonate steigt die Gefahr eines Engpasses bei Blutpräparaten. Besonders während der Sommerferien sinkt die Bereitschaft der Menschen, freiwillig Blut zu spenden. Antenn Thüringen berichtet, dass der tägliche Bedarf aus unterschiedlichen Gründen, wie Feier- und Brückentagen oder Freizeitausflügen, bedroht ist.

Die Haltbarkeit von Thrombozyten beträgt lediglich vier Tage, was den Druck auf die Blutspendedienste erhöht. Unternehmen wie der DRK-Blutspendedienst veranstalten zahlreiche Aktionen, um die Bevölkerung zu mobilisieren und eine höhere Spendebereitschaft zu fördern. Die App des DRK, die bereits 1,5 Millionen Nutzer hat, wird als eine der Maßnahmen hervorgehoben, um insbesondere jüngere Generationen zum Blutspenden zu animieren.

Der Wandel der Spendenbereitschaft

Eine interessante Beobachtung ist, dass Babyboomer, also die Generation, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurde, im Schnitt häufiger spenden als jüngere Menschen. Während ältere Jahrgänge bis zu dreimal im Jahr den Weg zur Spende antreten, sind es bei den Jüngeren meist nur zwei Mal jährlich. Diese Entwicklung könnte langfristig problematisch werden, da die Spendenbereitschaft bei den älteren Jahrgängen ebenfalls rückläufig ist.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Von persönlichen Gesundheitsfragen bis hin zu einem immer hektischeren Lebensstil. Dennoch appelliert das DRK an alle, die Bedingungen erfüllen (mindestens 50 kg schwer und gesundheitlich fit), dies als Chance zu betrachten, nicht nur anderen zu helfen, sondern auch das eigene Leben zu bereichern.

Der Weltblutspendetag, der 2004 von der WHO ins Leben gerufen wurde, wird in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern. Es ist eine Gelegenheit, sich der Wichtigkeit der Blutspende bewusst zu werden und eine Herausforderung, sich für den Sommer und darüber hinaus zu engagieren und die Blutspenden aufrechtzuerhalten.

Nutzen Sie die Gelegenheit, um Leben zu retten und unterstützen Sie die Hilfsdienste, indem Sie am kommenden Weltblutspendetag oder in den Wochen davor Blut spenden. Der Aufruf ist klar: Jeder Tropfen zählt!

Quellen: