Nutria-Alarm in Bremen: 3.500 Tiere erlegt – das Problem wächst!

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Bremen kämpft gegen die invasiven Nutrias, die zunehmend Schäden in Landwirtschaft und Wasserwirtschaft verursachen.

Bremen kämpft gegen die invasiven Nutrias, die zunehmend Schäden in Landwirtschaft und Wasserwirtschaft verursachen.
Bremen kämpft gegen die invasiven Nutrias, die zunehmend Schäden in Landwirtschaft und Wasserwirtschaft verursachen.

Nutria-Alarm in Bremen: 3.500 Tiere erlegt – das Problem wächst!

Das Thema Nutrias sorgt in Bremen wieder für Gesprächsstoff. Die als invasive Arten klassifizierten Tiere, die ursprünglich aus Südamerika stammen, sind mittlerweile auch in Deutschland weit verbreitet. Im Jagdjahr 2023/2024 wurden in Niedersachsen fast 45.000 Nutrias erlegt – ein deutlicher Anstieg, der sich auch in Bremen zeigt.

In Bremen wurden zwischen April 2024 und März 2025 rund 3.500 Nutrias erlegt, was einen sprunghaften Anstieg von 1.000 Tieren im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Bilanz spiegelt die wachsende Herausforderung wider, die die Nutrias für die heimische Umwelt darstellen. Schließlich haben die nagenden Viecher keine natürlichen Feinde und weisen eine hohe Fortpflanzungsrate auf. Theoretisch können aus einem einzigen Paar innerhalb von drei Jahren über 16.000 Tiere entstehen, wenn alle Nachkommen überleben. [butenunbinnen] berichtet, dass die Nutrias vor allem in Ufernähe leben und Erdhöhlen graben, die die Gewässer verschlämmen und somit den Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere gefährden.

Ein Blick auf die Nutrias

Nutrias, auch als Biberratten bekannt, sind stets auf der Suche nach feuchten Lebensräumen. Sie ernähren sich von Röhrichtpflanzen, die wichtige Nistplätze für Vögel bieten. Ihr auffälliges Aussehen mit den orangenen Zähnen und dem runden, behaarten Schwanz ist vielen bekannt. Die ersten Nutrias wurden in Deutschland 1867 zur Pelzgewinnung eingeführt, 1933 wurden sie dann erstmals als freilebend gesichtet. [wildtierschutz-deutschland] weist darauf hin, dass sie mittlerweile nahezu überall in Deutschland etabliert sind.

Obwohl Nutrias viele negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, fehlt es häufig an ausreichend wissenschaftlichen Belegen für die Möglichkeiten einer effektiven Bestandskontrolle durch Jagd. Viele Experten kritisieren, dass die Jagdmaßnahmen auf Nutrias eigentlich nicht zur Bestandsreduzierung oder zur Vorbeugung ihrer Ausbreitung beitragen. Dennoch wird die Jagd von der Jägerschaft als ein Mittel angesehen, um einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten, was von Fachleuten als problematisch betrachtet wird [wildtierschutz-deutschland].

Die Debatte um invasive Arten

Invasive Arten wie die Nutria sind ein heiß diskutiertes Thema. Laut dem IPBES-Bericht gibt es weltweit über 37.000 gebietsfremde Arten, von denen mehr als 3.500 als invasiv gelten. In Deutschland sind 1.015 Neobiota-Arten registriert, und die Anzahl der invasiven Arten könnte in Zukunft aufgrund der Klimakrise weiter ansteigen [wwf].

Die Diskussion um die Jagd und die Handhabung invasiver Arten ist komplex. Während die Jagd auf Nutrias und andere invasive Arten von einigen als notwendig erachtet wird, rangieren auf der Liste der EU-Kategorisierung auch Tiere wie der Waschbär und der Marderhund. Diese Typen stehen im Fokus, um ökonomische und ökologische Schäden zu verhindern – ein Ziel, das die Jägerschaft einfordert [wildtierschutz-deutschland].

Um die Verbreitung der Nutrias in Bremen auch zukünftig im Auge zu behalten, können Bürger Sichtungen per E-Mail an die Landesjägerschaft melden. Hier zeigt sich, dass jeder Einzelne Teil der Lösung sein kann und das Thema Nutrias uns alle betrifft.

Quellen: