Rund um das Thema Busverbindungen im Landkreis Osterholz gibt es zurzeit viel Diskussionsstoff. Trotz allerlei Verbesserungen bleibt die Pünktlichkeit bei verschiedenen Busbetrieben ein ständiges Ärgernis für die Fahrgäste. Franz Hartmann, Gewerkschaftssekretär bei Verdi für Busse und Bahnen in Niedersachsen-Bremen, weist darauf hin, dass Staus im Bremer Umland zugenommen haben. Das schlägt sich natürlich auch auf die Fahrpläne nieder, die nicht immer realistisch sind. Im Ostkreis des Landkreises Osterholz ist der Omnibusbetrieb von Ahrentschildt (OvA) aktiv, der insbesondere in Grasberg, Lilienthal und Worpswede unterwegs ist.
Obwohl es einige Fortschritte in der Pünktlichkeit gegeben hat, sind immer noch Verspätungen an der Tagesordnung. Die Mitarbeiter von OvA haben es zwar geschafft, die Dienstpläne erfüllbar zu gestalten, aber der Personalmangel bleibt ein großes Thema. Neue Fahrer, viele davon Fahranfänger, bringen oft nicht die nötige Ortskenntnis mit, was zu weiteren Verzögerungen führt. Hinzu kommen sprachliche Barrieren bei internationalen Mitarbeitern, die die Kommunikation und die Fahrscheinüberprüfungen erschweren. Baustellen und Tempo-30-Zonen stören den Verkehrsfluss und tragen ebenfalls zur Unpünktlichkeit bei. Besonders die marode Landesstraße 133 sorgt für zusätzliche Verzögerungen im Fahrplan.
Neues Busangebot im Landkreis
<pEine erfreuliche Entwicklung ist das neue, einheitliche Busangebot im Landkreis Osterholz, das gerade im Aufbau ist. Wer montags bis freitags unterwegs ist, kann sich von 6 bis 20 Uhr auf stündliche Verbindungen freuen, während samstags eine ähnliche Frequenz gilt. An Sonn- und Feiertagen fahren die Busse zwischen 7 und 22 Uhr mindestens alle zwei Stunden. Landrat Lütjen hebt die Verbesserungen des Busangebots besonders hervor und freut sich über neue Verbindungen, die es den Fahrgästen einfacher machen, ihre Ziele zu erreichen. Die kurzen Umsteigezeiten am Bahnhof in Osterholz-Scharmbeck bieten zudem eine gute Anbindung an andere Verkehrsträger wie die Regio-S-Bahn und den Regionalexpress.
Das neue Angebot wird durch den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) und den Kreistag des Landkreises Osterholz realisiert. Auf dem Fahrplan stehen unter anderem Fahrten von Lilienthal, Schwanewede nach Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Hambergen sowie zum Gewerbepark A 27, Buschhausen und Pumpelberg.
Die Mobilitätsgarantie des VBN
Um den Fahrer:innen und Fahrgästen einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, wurde die VBN-Mobilitätsgarantie ins Leben gerufen. Diese gilt für alle Fahrgäste mit gültigen Einzel- oder ZeitTickets des VBN-Tarifs innerhalb des VBN-Verbundgebietes. Bei Verspätungen über 20 Minuten können Betroffene Entschädigungen beantragen. Damit sind bis zu zwei Fahrten pro Tag und zehn Fahrten pro Monat erstattungsfähig, abhängig von der Ticketart. Außerdem besteht die Möglichkeit, Taxikosten bis zu 25 Euro zurückzuerhalten, wenn die Verspätung über 60 Minuten beträgt oder zwischen 23 und 5 Uhr 30 Minuten überschreitet.
Wenn es um den Fahrplanwechsel im Dezember 2024 geht, sind sich die Verantwortlichen einig, dass größere Wendepuffer die Gefahr von Folgeverspätungen verringern werden. Erste Ergebnisse zeigen vielversprechende Pünktlichkeitsquoten: Im Ostkreis lieferten etwa 75% der Fahrten eine rechtzeitige Ankunft, und bei einer Toleranz von fünf Minuten lag die Quote sogar bei 90%.
Es bleibt spannend, wie sich die Busverbindungen im Landkreis Osterholz weiterentwickeln werden – klar ist jedoch, dass sowohl Fahrgäste als auch die Verantwortlichen auf innovative Lösungen setzen, um die Mobilität in der Region zu verbessern. Sorgen bleiben allerdings, besonders in Bezug auf die Verkehrsinfrastruktur und die zeitnahe Einstellung neuen Personals.
Mehr Informationen zu den Busverbindungen finden Sie auf den Webseiten des VBN: VBN und Amtsblatt Landkreis Osterholz sowie Weser-Kurier.