Osterholzer Stadtwerke meistern Energiekrise – Investitionen wachsen!
Osterholzer Stadtwerke berichten 2024 von starken Ergebnissen und hohen Investitionen für sichere Energieversorgung und Klimaschutz.

Osterholzer Stadtwerke meistern Energiekrise – Investitionen wachsen!
Die Osterholzer Stadtwerke (OSW) haben im Jahr 2024 ein solides Ergebnis erzielt. Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström erklärte, dass die schlimmsten Folgen der Energiekrise überwunden scheinen. 162 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Versorgung auch in diesen turbulenten Zeiten zuverlässig bleibt. Hervorgehoben wird die Teamleistung sowie eine starke Eigenkapitalquote, die in diesen Zeiten von Bedeutung ist. Meyer-Hammerström selbst konnte seinen Vertrag bis 2035 verlängern, was für Kontinuität an der Spitze des Unternehmens spricht. Doch nicht alles ist rosig: Rund 25% der Belegschaft wird in den nächsten zehn Jahren altersbedingt ausscheiden, was rechtzeitige Verstärkungen erforderlich macht. Weser-Kurier berichtet, dass die Stadtwerke weiterhin eine Verlässlichkeit für Kunden und Kommunen betonen.
Ein großes Augenmerk liegt auf den Investitionen ins Anlagevermögen, die mit 11 Millionen Euro die Abschreibungen um Einiges übersteigen und somit die Substanz des Unternehmens stärken. Die Schwerpunkte dieser Investitionen liegen in den Bereichen IT, Digitalisierung sowie in der Modernisierung der Strom- und Gasnetze. Die Stadtwerke stehen vor der Herausforderung der Dekarbonisierung, was in Zukunft mehr Investitionen erfordern wird – ein Fakt, der allerdings bezahlbar bleiben muss. Zudem wird der Investitionsbedarf der Branche bis 2030 voraussichtlich mehr als doppelt so hoch sein.
Investment in die Zukunft
Die OSW haben auch bereits ein konkretes Projekt in Planung: Ein Nahwärme-Netz in Hambergen soll für 30 Wohnhäuser eine nachhaltige Lösung bieten. Der Energiesektor wandelt sich, und die Bürgerinformationsabende zur kommunalen Wärmeplanung am 27. August 2024 sind ein Teil dieser Bemühungen, auch die Bevölkerung in den Übergang miteinzubeziehen.
Im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage hat sich der Bilanzgewinn um 10% auf 5,79 Millionen Euro reduziert, was in erster Linie auf die hohen Investitionen und Risikovorsorgen zurückzuführen ist. Die Ausschüttung der Beteiligungserträge ist von 8,57 auf 4,37 Millionen Euro gesunken. Dennoch ermöglicht das Jahresergebnis eine Gewinnthesaurierung von über einer Million Euro. Die Zusammenarbeit mit den Anteilseignern, darunter die Bäderbetriebe Osterholz-Scharmbeck und die Wirtschaftsbetriebe von Ritterhude und Lilienthal, bleibt stabil und wichtig.ZFK hebt hervor, dass diese Maßnahmen die Basis für zukünftige Investitionen und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens schaffen.
Attraktivität für die nächsten Generationen
Die öffentliche Wahrnehmung der Energiewende spielt eine wichtige Rolle und könnte Stadtwerke wie die OSW in ihrer Sichtbarkeit unterstützen. Eine aktuelle Stadtwerkestudie zeigt, dass 78 Prozent der Befragten Stadtwerke trotz schwieriger Rahmenbedingungen als attraktive Arbeitgeber betrachten. Das zeigt, dass das Interesse junger Menschen am Klimaschutz und ihre Bereitschaft, actively bei der Energiewende mitzumischen, hoch ist. Dennoch müssen Stadtwerke bei der Besetzung offener Stellen neue Wege gehen: Alternative Ausbildungswege und moderne Arbeitsweisen könnte helfen, die Lücken in der Belegschaft zu schließen. EY betont, dass ganzheitliche Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung immer zentraler werden.
Insgesamt zeigt sich, dass die Osterholzer Stadtwerke auf einem guten Weg sind, auch angesichts der Herausforderungen, die die Zukunft mit sich bringt. Der Fokus auf eine nachhaltige, innovative Energieversorgung wird nicht nur den Anforderungen der Gegenwart gerecht, sondern stellt auch sicher, dass die OSW für die kommenden Generationen gut aufgestellt sind.